Kontext

Im Rahmen des EDK-Projekts zur langfristigen Sicherung des prüfungsfreien Hochschulzugangs mit der gymnasialen Matura beauftragte die EDK die WBZ CPS mit der Erarbeitung eines Grundlagenberichts (Pdf) zum Thema «Gemeinsames Prüfen». Davon ausgehend verabschiedete die Plenarversammlung der EDK am 17. März 2016  Empfehlungen, wonach die Kantone Rahmenvorgaben zur Harmonisierung der Maturprüfungen erlassen und die gymnasialen Mittelschulen bei der Realisierung von Schulentwicklungsprojekten  zum Gemeinsamen Prüfen im konkret vorgegebenen Rahmen unterstützen sollen.

Die Empfehlungen zu allen Teilprojekten des Projekts «Hochschulzugang» finden Sie hier, die Medienmitteilung der EDK in deutsch sowie die französische Version.

Harmonisierung der Maturitätsprüfungen

Nicht die Vereinheitlichung der Maturprüfungen ist das Ziel, sondern die Sicherstellung der Vergleichbarkeit der Maturitätsprüfungen durch eine Abstimmung der Prüfungen bezüglich Inhalten, Niveau und Art der Bewertung.

Gemeinsames Prüfen als Schul- und Unterrichtsentwicklungsthema

Gemeinsames Prüfen löst erfahrungsgemäss auf verschiedenen Ebenen Wirkungen aus. Wenn ein Kollegium das Thema Leistungsbeurteilung diskutiert und daraus Massnahmen für die Schule als Organisation ableitet, findet Schulentwicklung statt. Wenn Lehrpersonen gemeinsam Prüfungen erarbeiten und aus den Resultaten Rückschlüsse für ihren Unterricht ableiten, ist das ein Beitrag zur Unterrichtsentwicklung.

Was wir für Sie tun können

Wir bieten Ihnen Hand bei folgenden Fragen:

Was müssen wir beachten, wenn wir Prüfungen mit vergleichbarem Anforderungsniveau
herstellen wollen?

Wie können wir uns in der Fachschaft auf ein gemeinsames Anforderungsniveau einigen?

Wie können wir den Diskurs über gemeinsame Qualitätskriterien in der Fachschaft führen?

Wie kann ich in der Klasse und im Kollegium das Gespräch über Lernen führen?

Wie kann ich feststellen, wo meine Schülerinnen und Schüler im Lernprozess stehen?

Wie kann ich als Schulleitung das Thema Leistungsbeurteilung zum Schulentwicklungsthema machen?

Haben Sie weitere Wünsche und Anregungen? Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.

Aus- und Weiterbildung zum Gemeinsamen Prüfen

Gemeinsames Prüfen als Mittel zur Schulentwicklung stärkt die Fachschaften. Wir bieten schulerprobte Hol-Angebote an und initiieren Weiterbildungen.
Wir arbeiten zudem daran, Gemeinsames Prüfen besser in der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer zu verankern.

Hol-Angebot: Gemeinsam Prüfen in der Fachschaft

Die Fachschaften stellen einen wichtigen Motor in der Unterrichts- und Schulentwicklung dar. Gemeinsames Prüfen als Entwicklungsprojekt soll deshalb hier ansetzen.
Ausgehend von der individuellen Tradition der einzelnen Schule unterstützen wir den Prozess des Gemeinsamen Prüfens in der Fachschaft, bieten Hilfestellung bei der Klärung  der Form des Gemeinsamen Prüfens (Gemeinsames Prüfen in kleinen Gruppen während des Semesters, Gemeinsame Abschlussprüfung) und bei der Klärung der Rollen bezüglich Zusammenarbeit in der Fachschaft sowie bezüglich der Schnittstelle zur Schulleitung.
Wir moderieren die Diskussion über ein gemeinsames Verständnis von Leistungsanforderungen und geben Inputs im Hinblick auf die konkrete Anwendung von Gütekriterien.

Kooperation und Resonanz

Resonanz aus der Praxis
Ein «Rat Gemeinsames Prüfen», bestehend aus Schulleitungen, Bildungsbehörden und Fachdidaktik mit Erfahrung im Gemeinsamem Prüfen begleiten unsere Aktivitäten. Dieses Resonanzorgan gewährleistet den Bezug zur Alltagspraxis und agiert als beratendes und motivierendes Netzwerk.

Aufruf zur Kooperation
Gibt es an Ihrer Schule Beispiele oder Projekte Gemeinsamen Prüfens? Wir freuen uns, wenn Sie diese im Formular «Praxisbeispiel» (Dokumente) stichwortartig beschreiben und einsenden. Vielen Dank!

Begriffe und Grundlagen

Glossare, Berichte und Tipps

«Aargauer Modell», «Erfüllungsgrad», «Gewichtung», «Referenzgruppe»? Wir haben mit zwei Glossaren Ordnung geschaffen und damit die Basis für eine produktive Diskussion gelegt:

Das thematische Glossar klärt Grundsätze, Vorgehensweisen und Kategorien gemeinsamer Leistungsbeurteilung und bringt sie in eine stimmige Begrifflichkeit.

Das alphabetische Glossar ermöglicht den schnellen Stichwort-Zugriff auf einzelne Begriffe.

Referate Themenverantwortliche Gemeinsames Prüfen

Jahresversammlung der Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und -rektoren (KSGR), 2010 in Flims:
«Gemeinsame Prüfungen»


Mittelschultagung des Bildungsraums Nordwestschweiz, 9. November 2012 in Aarau:
«Gemeinsames Prüfen als Mittel der Schulentwicklung – Nutzen für Schulen, Lehrpersonen, Lernende und das System Schule»


Symposium der Schulleiterkonferenz des Kantons Zürich , 11. April 2013:
«Gemeinsames Prüfen in der Schweiz, ein Überblick»


Treffen der Kantonalen Rektorenkonferenz St. Gallen mit den kantonalen Fachgruppenleitenden,
13. Januar 2016 in St. Gallen: «Gemeinsames Prüfen zwischen Steuerung und Entwicklung»

Erfahrungen und Beispiele aus der Praxis: Kantone und Regionen

Bildungsraum Nordwestschweiz: Harmonisierung der Maturitätsprüfungen

Nach dem Projekt zur vierkantonalen Harmonisierung der Maturitätsprüfungen – diese sind als «Hausmatura» (eine Prüfung pro Fach und Schule) mit kantonalen Rahmenvorgaben konzipiert – , welches ab 2013, bzw. 2014 umgesetzt wird, hat die Steuergruppe des Bildungsraums das Projekt «Gemeinsames Prüfen vor Ort» lanciert. Dieses sieht in seinen Richtlinien vor, dass «im Verlauf von drei Jahren (...) in jeder Fachschaft mindestens eine gemeinsame Prüfung erstellt, durchgeführt und ausgewertet» wird.


Luzern: Hausmatura kantonal harmonisiert

Im Kanton Luzern sind die Maturitätsprüfungen kantonal harmonisiert. Die Maturitätskommission hat zu diesem Zweck pro Fach eine Expertengruppe eingesetzt, in der unabhängige Fachleute und je ein Mitglied einer Schulleitung Einsitz haben. Jede Expertengruppe beurteilt die Verfahrensansprüche der eingereichten Prüfungen, u.a. das Anforderungsniveau und die Berücksichtigung der Fachrichtlinien.
Pro Schule und Fach gibt es an den Luzerner Gymnasien grundsätzlich eine Hausmatura, wobei bei grösseren Schulen – auch aus organisatorischen Gründen – zum Teil zwei bis drei Gruppen bestehen.


Zürich: Erarbeitung eines Rahmenkonzeptes

Im September 2015 hat der Bildungsrat des Kantons Zürich das Mittelschul- und Berufsbildungsamt beauftragt, unter Einbezug der Mittelschulen ein kantonales Rahmenkonzept zum Gemeinsamen Prüfen zu erstellen und dieses dem Bildungsrat bis Ende Schuljahr 2015/16 vorzulegen. Den Beschluss des Bildungsrates finden Sie hier:

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt hat anschliessend eine Arbeitsgruppe mit Vertretungen aus der Schulleiterkonferenz der Zürcher Kantonsschulen (SLK), des Mittelschullehrpersonenverbands und der Lehrpersonenkonferenz der Mittelschulen einberufen, welche die bereits  geleistete Arbeit zwischen SLK und  dem Projekt «HSGYM» aufnimmt und zu einem Rahmenkonzept zusammenführen soll.
 
Kontakt: Simone Heller, Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich

Gemeinsames Prüfen: Praxisbeispiel

* Bitte alle erforderlichen Felder ausfüllen.

Gibt es an Ihrer Schule Beispiele oder Projekte Gemeinsamen Prüfens? Wir freuen uns, wenn Sie diese stichwortartig beschreiben und einsenden. Vielen Dank!

Kontakt

Martin Baumgartner

Tito Schumacher
E-Mail schreiben
031 320 16 75