Der «Gemeinsames Prüfen»-Blog: direkte Dialogmöglichkeiten zu diesem Thema

Liebe Kolleginnen und Kollegen – Chères et chers collègues – Care colleghe, cari colleghi

Möchten Sie sich als Fachschaft an die Herausforderung des Gemeinsamen Prüfens in allen möglichen Varianten heranwagen? Beabsichtigen Sie als Mitglied einer Schulleitung, solche Prozesse anzuregen?
Beim Durchblättern der Weiterbildungsbroschüre des Instituts für Erziehungswissenschaften der Universität Zürich bin ich auf den Kurs Gemeinsames Prüfen in der Fachschaft (Seite 78) unter der Leitung von Prof. Franz Eberle und Karin Joachim gestossen, der nicht nur die wissenschaftliche und fachdidaktische Ebene des Prüfens thematisiert, sondern auch Fragen der Teamentwicklung behandelt. Ein massgeschneidertes Weiterbildungsangebot in vier Sitzungen für Schulen ist, die sich diesem Thema vertieft widmen wollen!
 
Herzliche Grüsse, Tito Schumacher

Kontext

Im Rahmen des EDK-Projekts zur langfristigen Sicherung des prüfungsfreien Hochschulzugangs mit der gymnasialen Matura beauftragte die EDK die ehemalige WBZ CPS mit der Erarbeitung eines Grundlagenberichts  zum Thema «Gemeinsames Prüfen». Davon ausgehend verabschiedete die Plenarversammlung der EDK am 17. März 2016  Empfehlungen, wonach die Kantone Rahmenvorgaben zur Harmonisierung der Maturprüfungen erlassen und die gymnasialen Mittelschulen bei der Realisierung von Schulentwicklungsprojekten  zum Gemeinsamen Prüfen im konkret vorgegebenen Rahmen unterstützen sollen.

Die Empfehlungen zu allen Teilprojekten des Projekts «Hochschulzugang» finden Sie hier, die Medienmitteilung der EDK in deutsch sowie die französische Version.

Harmonisierung der Maturitätsprüfungen

Nicht die Vereinheitlichung der Maturprüfungen ist das Ziel, sondern die Sicherstellung der Vergleichbarkeit der Maturitätsprüfungen durch eine Abstimmung der Prüfungen bezüglich Inhalten, Niveau und Art der Bewertung.

Gemeinsames Prüfen als Schul- und Unterrichtsentwicklungsthema

Wenn ein Kollegium das Thema Leistungsbeurteilung diskutiert und daraus Massnahmen für die Schule als Organisation ableitet, findet Schulentwicklung statt. Wenn Fachschaften gemeinsam Prüfungen erarbeiten und aus den Resultaten Rückschlüsse für ihren Unterricht ableiten, ist das ein Beitrag zur Unterrichtsentwicklung. Sie stellen einen wichtigen Motor in der Unterrichts- und Schulentwicklung dar. Gemeinsames Prüfen als Entwicklungsprojekt soll deshalb bei den Fachschaften ansetzen. Bei der Entwicklung des Gemeinsamen Prüfens stellen sich folgende Fragen:

Was müssen wir beachten, wenn wir Prüfungen mit vergleichbarem Anforderungsniveau
herstellen wollen?

Wie können wir uns in der Fachschaft auf ein gemeinsames Anforderungsniveau einigen?

Wie können wir den Diskurs über gemeinsame Qualitätskriterien in der Fachschaft führen?

Wie kann ich in der Klasse und im Kollegium das Gespräch über Lernen führen?

Wie kann ich feststellen, wo meine Schülerinnen und Schüler im Lernprozess stehen?

Wie kann ich als Schulleitung das Thema Leistungsbeurteilung zum Schulentwicklungsthema machen?

Unsere Aktivitätsfelder – Ihre Beiträge

Wir unterstützen die Schweizerische Mittelschulkonferenz SMAK und die Fachschaften bei der Umsetzung des Gemeinsamen Prüfens auf der Sekundarstufe II, indem wir

Tagungen organisieren und Diskussionsgruppen koordinieren,

als Drehscheibe Fachpersonen für Weiterbildungen zum Thema vermitteln,

auf unserer Webseite die Umsetzung in den Kantonen dokumentieren,

Beispiele für Projekte des Gemeinsamen Prüfens aus der Schulpraxis aufschalten,

Fachartikel zur Verfügung stellen,

Hilfestellung bei Fragen zur Umsetzung des Gemeinsamen Prüfens bieten
(Form des Prüfens, Rollen innerhalb einer Fachschaft, Schnittstelle zur Schulleitung).

Gibt es an Ihrer Schule Beispiele oder Projekte Gemeinsamen Prüfens, die Sie publik machen möchten? Haben Sie einen Artikel zu Erfahrungen im Gemeinsamen Prüfen verfasst, den Sie uns zur Verfügung stellen können?
Wir freuen uns, wenn Sie diese im Formular «Praxisbeispiel» (Dokumente) stichwortartig beschreiben und einsenden. Auf diese Weise findet der Austausch unter den Schulen über die Kantons- und Sprachgrenzen hinaus statt. Vielen Dank!

Kooperation und Resonanz

Ein «Rat Gemeinsames Prüfen», bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Schulleitungen, Bildungsbehörden, Lehrpersonen, Fachpersonen aus Fachdidaktik und Wissenschaft mit Erfahrung im Gemeinsamem Prüfen begleitet unsere Aktivitäten. Dieses Resonanzorgan gewährleistet den Bezug zur Alltagspraxis und agiert als beratendes Netzwerk.

Grundlagen, Informationen, Good practices, Material

Begriffe

«Aargauer Modell», «Erfüllungsgrad», «Gewichtung», «Referenzgruppe»? Wir haben mit zwei Glossaren Ordnung geschaffen und damit die Basis für eine produktive Diskussion gelegt.

Das thematische Glossar klärt Grundsätze, Vorgehensweisen und Kategorien gemeinsamer Leistungsbeurteilung und bringt sie in eine stimmige Begrifflichkeit.

Das alphabetische Glossar ermöglicht den schnellen Stichwort-Zugriff auf einzelne Begriffe.

Grundlagen

Weitere Dokumente ermöglichen es Ihnen, sich schnell in die Thematik des Gemeinsamen Prüfens einzulesen.

Das Stufenmodell zeigt verschiedene Grade der Harmonisierung von Prüfungsverfahren auf.

Grundlagen, erstellt im Auftrag des Mittelschul- und Berufsbildungsamts Zürich (MBA Zürich).

SMAK

Hier finden Sie das SMAK-Mandat zum Gemeinsamen Prüfen sowie weitere Dokumente der Schweizerischen Mittelschulämterkonferenz.

Didaktik und Forschung

Rahmenvorgaben der Kantone

Verbandsinformationen und Medien

Hier finden Sie Stellungnahmen aus den Berufsverbänden und Presseartikel zum Thema des Gemeinsamen Prüfens.

Gemeinsames Prüfen: Praxisbeispiele melden

Gibt es an Ihrer Schule Beispiele oder Projekte Gemeinsamen Prüfens?

* Bitte alle erforderlichen Felder ausfüllen.

Wir freuen uns, wenn Sie diese stichwortartig beschreiben und einsenden. Vielen Dank!

Kontakt

Martin Baumgartner

Tito Schumacher
E-Mail schreiben
031 552 30 75